Redaktion Dirk Jung www.dirkjung.de
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Wenn Sie hier das Forum für Katastrophenhelfer suchten müssen Sie sich vorerst vertrösten lassen. Beim Update durch den Admin ging etwas schief - aber sobald der Webmaster in den nächsten Tagen Zeit hat, das Update erneut durchzuführen, steht es wieder allen Herlfern und Hilfsorganisationen zur Verfügung. Alle bisher eingestellten Einträge sind gesichert gewesen und gingen nicht verloren.

Beben in Asien

Ein kleiner Beitrag der Redaktion


Von Dirk Jung
22. Oktober 2005

Dieser Bereich war aus eigener emotionaler Betroffenheit entstanden - als einmalige Berichterstattung über das weihnachtliche Seebeben in Südostasien und Ostafrika. Viel Zeit ist vergangen und es werden immer noch Helfer gesucht, die Krisenregion ist aber nicht mehr im Bewusstsein der meisten Menschen.

In der Zwischenzeit traten Katrina, Rita und Stan in den Vordergrund - Tropenstürme mit vernichtender Wirkung. Aktuell leidet das mexikanische Cancun unter dem Auge von Wilma, dem Hurrikan mit der höchsten Windgeschwindigkeit, die je gemessen wurde. Die Schäden sind noch nicht absehbar, werden aber immens sein.

Am Morgen des 8. Oktobers wurden Pakistan und Indien von einem Erdbeben erschüttert, mit einem Wert von 7,6 ist es das schwerste seit 70 Jahren in dieser bebengefährdeten Region. Mehrere zehntausend Menschen haben ihre Leben gelassen, geschätzte drei Millionen ihr Zuhause verloren.
Nach zwei Wochen wird dort immer noch mehr Hilfe benötigt, als bisher geleistet oder in Aussicht gestellt wurde. Kofi Annan, UN-Generalsekretär, hat in ungewöhnlich eindringlichen Worten die Weltbevölkerung diese Woche ein zweites Mal zur Unterstützung der betroffenen Menschen aufgefordert. "Viele von ihnen haben keine Decken oder Zelte, um sich vor dem gnadenlosen Winter im Himalaya zu schützen. [...] Es wird zu einer zweiten massiven Todeswelle kommen, wenn wir unsere Anstrengungen jetzt nicht verstärken." Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass sich die offiziell durch Pakistan gemeldete Zahl von 48.000 Toten noch verdoppelen kann. Indien, das selbst Opfer zu beklagen hat, lieferte bereits Hilfsgüter an seinen Erzfeind Pakistan. Aufschrift auf den Paketen: From the people of India to the people of Pakistan".
Die Nichtregierungsorganisation Global Green Peace wies auf eine weitere Gefahr hin. Die Grenzregion um Kaschmir, das hauptsächlich betroffen ist, sei mit Minen übersät. Die Menschenrechtler setzten sich seit längerer Zeit für den Abbau der Waffen ein. Nun gebe zwar alte Lagepläne, wo sich diese Minen befänden, doch durch das Beben seien sie mit Sicherheit verschoben. Ein indischer Militärsprecher widersprach der Ansicht.

Unten folgt noch der Beitrag, der hier schon aus aktuellem Anlass nach dem Seebeben Weihnachten veröffentlicht wurde. Auch sind nun wieder alle weiteren Seiten online, die hier nach der Naturkatastrophe im Dezember letzten Jahres zu finden waren. Das eingerichtete Forum, unter dem Menüpunkt "freiwillige helfer", soll bitte auch genutzt werden, um ehrenamtliche Hilfe in anderen Katastrophengebieten anzubieten und anzufordern.

***

30. Dezember 2004

Es wird sich kaum jemand in diesen Tagen dafür schämen müssen, unkontrolliert und an den vermeintlich unmöglichsten Orten plötzlich zu weinen. Es wird kaum einen Menschen auf dieser, unserer gemeinsamen Erde geben, der den Grund nicht erahnt.

© tagesschau.de
© tagesschau.de

Das Seebeben in Südasien, das sich am 2. Weihnachtstag 2004 ereignete, ist eine der größten Naturkatastrophen in der Menschheitsgeschichte. Wenn weniger seriöse Journalisten in Zeitungsbeiträgen, Radio- und Fernsehsendungen mit dem Wort "Katastrophe" und mit Superlativen inflationär umgehen oder, wie in diesem Fall, neue Wörter (Tsunami) in den deutschen Sprachgebrauch einbringen, um Meldungen auf voyeuristische und reisserische Art "interessanter" zu machen, so gibt es diesesmal in der Tat kaum andere Um- oder Beschreibungen. Zur Verdeutlichung: Die geografische Auswirkung dieses Seebebens erstreckt sich über (ungefähr!) 70 Längengrade und 40 Breitengrade der Erde, so dass selbst an der ostafrikanischen Küste in Somalia, Kenia und Tansania Opfer zu beklagen sind. Wäre es ein Erdbeben im Zentrum Europas gewesen, wären neben unserem gesamten Kontinent auch Nordafrika und Westasien davon betroffen gewesen. Die Zahl der Toten ist nicht mehr vorstellbar - auch wenn man anführt, dass es wahrscheinlich die Einwohnerzahl einer Großstadt sein wird. Jedem wird es schwer gemacht, einzelne Menschenschicksale zu betrauern und den unzähligen Überlebenden, die ihr Obdach und ihre Habe verloren haben, Mitgefühl entgegenzubringen - es sind so unvorstellbar viele, dass es für einen Menschen nicht möglich ist, seine Gefühle gezielt ausrichten zu können.

Die Redaktion möchte einen kurzen Überblick geben, wo man Unterstützung bei der Suche nach Angehörigen findet und wo man spenden kann. Die Redaktion Dirk Jung ist schlicht zu klein, um das zu leisten, was sie in diesen Tagen gerne leisten möchte: eigene aktuelle Berichterstattung mit sachlichen Meldungen und Artikel mit Emotionalität, Betroffenheit und Mitgefühl zu publizieren.

Leider wird es immer wieder Unglücke ähnlichen Ausmaßes geben. Es bleibt zu wünschen, dass z.B. auch bei den nächsten Überschwemmungen in Bangladesh, wenn keine westlichen Touristen betroffen sein werden, aber dennoch 100.000 Menschen ums Leben kommen, der Informationsfluss durch die Medien und diese überwältigende Spenden- und Hilfsbereitschaft der Erdbevölkerung angemessen groß sein wird.

Die Redaktion weist darauf hin, dass aufgrund der eigenen tiefen Betroffenheit diese Seiten zu dem Unglück in Südostasien/Ostafrika keinen Anspruch auf eigene journalistische Qualität erheben.

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